Einkäufer fordern standardisierte Produktdaten. Das BMEcat-Format bietet hierfür die Lösung. Dieser Beitrag liefert alle relevanten Infos für die fehlerfreie Umsetzung. Lieferanten stellen ihren Kunden strukturierte Sortimente auf diese Weise zur Verfügung. Dies eröffnet Unternehmen die Möglichkeit, B2B-Beschaffungsprozesse im E-Commerce vollständig zu digitalisieren.
BMEcat erfolgreich implementieren
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(Mit AI generiert)
Was ist BMEcat?
Der Begriff ist ein XML basierter Standard für den digitalen Austausch von Produktdaten.
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) initiierte diesen Katalogstandard 1999 gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut (IAO Stuttgart) und der Universität Duisburg-Essen.
Die XML-Technologie bildet die Basis für die maschinelle Lesbarkeit. IT-Systeme verarbeiten die Artikelinformationen in XML Format dadurch automatisch. Zielsysteme importieren die Dateien ohne händische Eingriffe. Das senkt Fehlerquoten bei der Datenübertragung auf null.
Wie ist das BMEcat-Format aufgebaut?
Ein BMEcat-Dokument beginnt mit dem Wurzelelement „BMECAT“. Die Datei besteht aus zwei Hauptbereichen. Jeder Teil erfüllt dabei eine Funktion.
Diese Trennung sichert die automatisierte Verarbeitung.
1. Header (Kopfbereich)
Der Header liefert Informationen über den Katalog. Er identifiziert das Dokument. Lieferanten hinterlegen hier Metadaten. Dazu gehören Katalog-ID, Version und Erstellungsdatum. Der Header definiert Vorgabewerte. Das System setzt Standards wie Währung und Sprache. Adressinformationen über den Absender (Supplier) und Empfänger (Buyer) stehen in diesem Bereich.
2. Transaktionsteil
Der Transaktionsteil bestimmt den Umfang der Datenübertragung. Die BMEcat-Spezifikation definiert drei Transaktionstypen. Jeder Typ bedient einen Anwendungsfall:
T_NEW_CATALOG: Diese Transaktion überträgt einen neuen Produktkatalog. Das System legt Produkte im Zielsystem an. Der Katalog enthält Produktdaten, Preise und Klassifikationen.
T_UPDATE_PRODUCTS: Diese Transaktion aktualisiert Produktdaten. Lieferanten nutzen diesen Typ für geänderte Beschreibungen oder Merkmale. Das reduziert die Datenmenge.
T_UPDATE_PRICES: Diese Transaktion aktualisiert Preisdaten. Das System übermittelt geänderte Preise und Konditionen ohne die Artikelstammdaten.
Multimediale Daten und Zusatzdokumente (MIME_INFO)
Käufer erwarten visuelle und technische Zusatzinformationen. Das Element „MIME_INFO“ verknüpft diese Daten mit dem Katalog. Das System überträgt die Dateien separat. BMEcat nutzt hierfür Referenzen. Das Element überträgt Angaben zu Produktabbildungen, Datenblättern, Sicherheitsdatenblättern oder Firmenlogos. Lieferanten definieren den Typ und den Zweck der Datei.
Die Spezifikation nutzt MIME-Typen wie „image/jpeg“ für Bilder oder „application/pdf“ für Dokumente. Das Attribut „MIME_PURPOSE“ steuert die Anzeige im Zielsystem. Es unterscheidet zwischen einem Vorschaubild (thumbnail), einem Normalbild (normal) oder einem Produktdatenblatt (data_sheet).
Welche BMEcat-Versionen gibt es?
Der Markt nutzt in der Praxis zwei Hauptversionen. Die Wahl der Version hängt von den technischen Vorgaben der Einkäufer ab. Moderne Softwarelösungen exportieren Kataloge flexibel in beide Formate.
BMEcat 1.2
BMEcat 1.2 ist der etablierte Standard im deutschsprachigen Raum. Führende Beschaffungsplattformen wie Mercateo setzen dieses Format zwingend voraus. Diese Version überträgt grundlegende Artikelstammdaten, einfache Preisstrukturen und Bildreferenzen. Sie eignet sich für standardisierte Beschaffungsprozesse.
BMEcat 2005
BMEcat 2005 erfüllt komplexe B2B-Anforderungen. Diese Version, als Erweiterung zum Basisstandard, fasst mehrsprachige Kataloge in einer einzigen Datei zusammen. Lieferanten bilden damit konfigurierbare Produkte und dynamische Preismodelle ab. Das Format überträgt zudem detaillierte Logistikdaten wie Abmessungen, Gewichte und Zolltarifnummern. BMEcat 2005 unterstützt die direkte Anbindung externer Kataloge über OCI- und PunchOut-Schnittstellen.
Integration von Produktklassifikationssystemen
Einkäufer vergleichen Produktdaten branchenübergreifend. Lieferanten strukturieren ihre Artikel daher nach einheitlichen Standards. Das erhöht die Datenqualität. Plattformen fordern diese Klassifikationen heute zwingend für das Katalog-Listing.
ECLASS und UNSPSC Standards
ECLASS ordnet Produkte und Dienstleistungen in hierarchische Klassen ein. UNSPSC klassifiziert Artikel für den globalen Handel. Die manuelle Zuordnung von Artikelstammdaten kostet jedoch viel Zeit. Primus Catalog automatisiert dieses Mapping. Die E-Katalog-Software ermöglicht die automatisierte Erstellung und Verwaltung digitaler Produktkataloge. Das System erkennt veraltete oder fehlerhafte Klassifikationen sofort. Lieferanten korrigieren diese Daten mit wenigen Klicks. Die Software speichert die Zuordnung für zukünftige Uploads.
ETIM BMEcat
Der Elektrogroßhandel nutzt bevorzugt den ETIM-Standard. Diese Klassifikation beschreibt elektrotechnische Artikel mit spezifischen technischen Merkmalen. ETIM International veröffentlicht dafür eigene Guidelines. Diese Richtlinien definieren exakte Vorgaben für die XML-Struktur. Spezialisierte BMEcat Softwarelösungen verarbeiten auch diese branchenspezifischen Vorgaben fehlerfrei.
BMEcat Guidelines und Pflichtfelder
Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) veröffentlicht offizielle BMEcat Guidelines. Lieferanten beziehen diese Spezifikationen als Download. Diese Richtlinien definieren die technischen Anforderungen für den Datenaustausch. Sie regeln die Nutzung von Pflichtfeldern und optionalen Attributen.
Zu den Pflichtfeldern gehören Artikelnummern, Beschreibungen und Bestelleinheiten. Einkaufsplattformen fordern die Einhaltung dieser Vorgaben. Fehlende Pflichtfelder verursachen Fehlermeldungen beim Katalog-Import.
Primus Catalog prüft diese Vorgaben vor dem Export. Die Software validiert die Daten automatisch. Spezialisierte E-Procurement-Partner wie Pro3Con unterstützen zusätzlich bei der Umsetzung dieser Standards. Lieferanten verhindern so Plattform-Ablehnungen.
Vorteile des BMEcat-Formats
- Standardisierung: Ein einheitliches Format ersetzt aufwendige bilaterale Absprachen zwischen Lieferanten und Kunden.
- Einmaliger Aufwand: Lieferanten implementieren den Katalog-Export genau einmal. Sie beliefern anschließend beliebig viele Kunden.
- Fehlerreduktion: Einkaufssysteme verarbeiten die Dateien ohne manuelle Eingaben. Diese Automatisierung senkt die Fehlerquote bei der Datenübertragung drastisch.
- Zeitersparnis: Die automatisierte Verarbeitung beschleunigt die Aktualisierung von Produktinformationen.
- Kostenersparnis: Standardschnittstellen ersetzen teure, individuelle Programmierungen. Unternehmen senken dadurch ihre Prozesskosten messbar.
- Skalierbarkeit: Das Format ermöglicht den effizienten Umgang mit stetig wachsenden Sortimenten und Kundenzahlen.
BMEcat in der Systemlandschaft (ERP & PIM)
Das Format verbindet unterschiedliche IT-Systeme im Produktdatenmanagement. PIM-Systeme (Product Information Management) verwalten Produktdaten zentral. ERP-Systeme liefern Bestände und Preise. Eine BMEcat-Software bündelt diese Informationen. Sie exportiert die Daten an verschiedene Vertriebskanäle. Die Struktur gewährleistet konsistente Informationen über alle Systeme hinweg.
Anbindung an E-Procurement-Plattformen (SAP Ariba, Mercateo, Coupa)
Einkäufer nutzen E-Procurement-Systeme für Bestellungen. Cloudbasierte Lösungen zur Beschaffungsoptimierung unterstützen hier maßgeblich. Plattformen wie SAP Ariba, Mercateo Unite, Jaggaer oder Coupa fordern strukturierte Katalogdaten. BMEcat bedient diese Anforderung als Standardformat. Lieferanten übertragen ihre Katalogdateien über API, FTP oder SFTP an die Plattformen. Die Systeme lesen die Produktdaten automatisch ein. Einkäufer bestellen die Artikel anschließend direkt aus ihrem ERP-System.
BMEcat-Kataloge mit Primus Catalog automatisieren
Manuelle Katalogpflege kostet Zeit und verursacht Fehler. Die Anwendung Primus Catalog von Pro3Con automatisiert diesen Prozess vollständig. Das cloudbasierte System importiert Produktdaten flexibel aus ERP- oder PIM-Systemen. Die Software mappt die Datenfelder automatisch. Das Tool prüft Kataloge auf ECLASS- und UNSPSC-Standards.
Fehlerhafte Klassifikationen markiert das System sofort. Lieferanten exportieren fehlerfreie Kataloge anschließend in Formaten wie BMEcat 1.2, BMEcat 2005, Ariba CIF oder CSV. Die automatisierte Validierung verhindert Plattform-Ablehnungen zu 100 Prozent.
Primus Catalog für BMEcat-Kataloge
Integration mit PunchOut-Katalogen
Einkäufer fordern dynamische Echtzeitdaten. PunchOut-Verbindungen erfüllen diese Anforderung. Punchout-Kataloge verbinden E-Procurement-Systeme direkt mit den Webshops der Lieferanten. Einkäufer greifen aus ihrem eProcurement-System direkt auf den Webshop des Lieferanten zu.
Primus PunchOut generiert diese Schnittstellen in unter 30 Sekunden und ergänzt damit weitere cloudbasierte Beschaffungslösungen von Pro3Con.
Die Software unterstützt die Standards OCI 4.0, OCI 5.0 und cXML. Das System liefert kundenindividuelle Preise und Lagerbestände in Echtzeit. Lieferanten kombinieren statische BMEcat-Kataloge optimal mit dynamischen PunchOut-Prozessen.
Primus Exclusion: Kundenindividuelle Sortimente steuern
Kunden benötigen oft spezifische Produktsortimente. Primus Exclusion automatisiert diesen Whitelisting-Prozess. Lieferanten stellen einen Gesamtkatalog online bereit. Der Kunde wählt seine gewünschten Artikel über eine Shop-Oberfläche selbst aus. Die Software generiert den finalen Katalog danach automatisch. Dieser Prozess eliminiert zeitaufwendige Absprachen per E-Mail oder Excel. Lieferanten skalieren ihr B2B-Geschäft dadurch mühelos.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu BMEcat-Format
Was ist ein BME?
Die Abkürzung BME steht für den „Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.“. Dieser Branchenverband vertritt rund 10.000 Einkäufer und Logistiker in Europa. Die Organisation ist der offizielle Initiator des BMEcat-Katalogformats und fördert die Digitalisierung europäischer B2B-Beschaffungsprozesse.
Was ist ein BME Katalog (BMEcat)?
Ein BME-Katalog (BMEcat) ist ein standardisiertes, XML-basiertes Austauschformat für elektronische Produktkataloge im B2B-Bereich. Lieferanten und Einkäufer nutzen diesen digitalen Standard, um Artikeldaten, Preise und multimediale Dokumente vollautomatisiert und fehlerfrei zwischen verschiedenen IT-Systemen auszutauschen.
Welche BMEcat-Version soll ich nutzen?
Die Wahl hängt von den Anforderungen des Einkäufers ab. BMEcat 1.2 ist der weitverbreitete Industriestandard. Beschaffungsplattformen wie Mercateo fordern diese Version. BMEcat 2005 überträgt zusätzliche Informationen wie komplexe Logistikdaten, konfigurierbare Produkte oder mehrsprachige Inhalte.
Was ist der Unterschied zwischen BMEcat und ETIM?
BMEcat ist das technische Transportformat (die Hülle). ETIM ist ein Klassifikationsstandard (der Inhalt). ETIM definiert die technischen Eigenschaften von elektrotechnischen Artikeln. BMEcat-Dateien übertragen diese ETIM-klassifizierten Daten strukturiert an den Empfänger.
Wie lange dauert die BMEcat-Erstellung mit einer Software
Die Erstellung eines validen BMEcat-Katalogs dauert mit einer spezialisierten Software wie Primus Catalog nur wenige Minuten. Das System mappt und validiert die Informationen sofort. Der fehlerfreie BMEcat steht direkt für den Export oder die API-Übertragung bereit.



