Punchout ist ein technisches Schnittstellen-Verfahren. Es verbindet ein Einkaufssystem direkt mit der E-Commerce-Website eines Lieferanten. Der Datenaustausch nutzt die Standards OCI oder cXML. Diese Technologie automatisiert die Übertragung von Warenkorbdaten innerhalb der digitalen Katalogbeschaffung.
Punchout einfach erklärt
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Definition: Punchout ist eine Protokoll-Schnittstelle (kein statischer Katalog).
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Der Absprung: Der Käufer startet in der E-Procurement-Plattform. Ein Klick leitet den Nutzer zum Onlineshop des Lieferanten weiter.
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Die Auswahl: Der Nutzer wählt Produkte im Onlineshop aus. Er nutzt individuell hinterlegte Konditionen.
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Die Rückübertragung: Der Onlineshop sendet die Warenkorbdaten automatisiert an das Kundensystem zurück.
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Ziel: Die Schnittstelle überträgt Echtzeit-Daten ohne manuellen Import.
Primus Punchout – Einkauf direkt im Lieferantenkatalog
Integrieren Sie Lieferantenkataloge in Ihr ERP- oder eProcurement-System. Mit Primus PunchOut ermöglichen Sie Ihren Einkäufern einen medienbruchfreien Bestellprozess. Die Lösung arbeitet sicher und systemübergreifend.
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Was ist ein Punchout-Katalog? (B2B Katalogbeschaffung)
Der Begriff „Punchout-Katalog“ beschreibt den dynamischen Zugriff auf einen Onlineshop aus einem Kundensystem heraus. Fachlich ist Punchout eine Live-Schnittstelle zur E-Procurement-Plattform des Käufers.
Wie funktioniert der Punchout-Prozess?
Die technische Abwicklung folgt vier Schritten. Die OCI-Schnittstelle (Open Catalog Interface) oder der cXML-Standard regeln den Datenfluss zwischen Einkaufssystem und Onlineshop.
Lesen Sie auch diesen Fachartikel: Punchout OCI: Funktion und Vorteile im Detail
Schritt 1: Start im E-Procurement-System
Login & Auswahl
- Sie melden sich wie gewohnt im eigenen Beschaffungssystem an.
- Aus der Liste der freigegebenen Lieferanten wird der gewünschte Partner ausgewählt.
- Das System bereitet im Hintergrund eine authentifizierte Punchout-Verbindung zum Webshop vor.
Schritt 2: Sicherer Sprung zum Lieferanten
Authentifizierte Weiterleitung
- Per Klick werden Sie direkt zum Online-Shop des Lieferanten weitergeleitet.
- Die Anmeldung dort erfolgt automatisch und sicher über ein kryptografisches Verfahren (Shared Secret).
- Sie sind sofort im richtigen, für Sie freigegebenen Shop-Bereich angemeldet.
Schritt 3: Einkaufen im Webshop
Produktauswahl & Warenkorb
- Sie wählen die benötigten Produkte aus dem Sortiment des Lieferanten aus.
- Alle Daten wie Preise, Verfügbarkeit und Produktinformationen werden in Echtzeit angezeigt.
- Der Warenkorb wird mit allen relevanten Informationen für die spätere Bestellung gefüllt.
Schritt 4: Rückkehr & Abschluss
Übertragung & Genehmigung
- Mit einem Klick wird der gefüllte Warenkorb über die Punchout-Schnittstelle zurück an Ihr E-Procurement-System gesendet.
- Die Datenübertragung erfolgt in einem standardisierten Format.
- Die Bestellung durchläuft anschließend den gewohnten internen Genehmigungsprozess Ihres Unternehmens.
Welche Punchout-Schnittstellen gibt es?
Die Wahl des Protokolls bestimmt die Informationstiefe und die Sicherheit der Transaktion.
cXML Punchout (commerce eXtensible Markup Language)
cXML ist der Standard für Cloud-Plattformen. Das Protokoll ermöglicht vollständige Punchout-Transaktionen. Es ist ein XML-basiertes Format. Systeme wie Coupa oder SAP Ariba nutzen cXML für den Austausch von Bestelldokumenten und Katalogdaten.
OCI 4.0 (Open Catalog Interface)
OCI 4.0 ist der klassische SAP-Standard. Die Schnittstelle ermöglicht eine einfache Kataloganbindung. Die Datenübertragung erfolgt als URL-Parameter per HTTP-Request an das Kundensystem. Dieses Protokoll überträgt die Basisfelder der Produktdaten.
Technische Spezifikation: OCI 4.0: Details der Schnittstellen-Architektur
OCI 5.0 (Erweiterter SAP-Standard)
OCI 5.0 unterstützt Punchout mit integrierter Katalogsuche und gesicherter Authentifizierung. Diese Version erlaubt die Übertragung zusätzlicher Kontierungsinformationen und detaillierterer Produktdaten. Die Schnittstelle bildet den aktuellen Stand der Technik für SAP-Umgebungen ab.
Unterschied cXML und OCI
| Merkmal | cXML Punchout | OCI Punchout |
|---|---|---|
| Datenformat | XML-Struktur | URL-Parameter |
| Entwickler | Ariba | SAP |
| Hauptsysteme | Coupa, Oracle, Jaggaer, Amazon Business | SAP SRM, SAP S/4HANA, SAP Ariba |
| Übertragungsart | XML-Dokumente | HTTP GET/POST |
| Verbreitung | Global, plattformübergreifend | SAP-Umgebungen |
Wie erfolgt die Einrichtung einer Punchout-Verbindung?
Die Integration einer Punchout-Schnittstelle erfordert technisches Mapping. Eine moderne SaaS-Lösung wie Primus Punchout realisiert diesen Prozess effizient.
Konfiguration beim Lieferanten
Der Lieferant hinterlegt zunächst die URL der Beschaffungsplattform in seinem System und richtet die Authentifizierung per Shared Secret ein. Anschließend bereitet er die Produktdaten aus seinem Warenwirtschaftssystem für die Übertragung auf und konfiguriert das Mapping, das seine internen Datenfelder den standardisierten Formaten zuordnet.
Konfiguration beim Einkäufer
Parallel trägt der Einkäufer die Punchout-URL des Lieferanten samt Zugangsdaten im Beschaffungssystem ein. Zusätzlich definiert er systemspezifische Parameter wie Kostenstellen, Budgetzuordnungen und Genehmigungsworkflows, die für alle Bestellungen bei diesem Lieferanten gelten sollen.
Validierung und Freischaltung
Vor der produktiven Nutzung prüfen beide Seiten die Verbindung durch Testbestellungen. Dabei stellen sie sicher, dass Warenkorb, Produktdaten und Preise korrekt übertragen werden und alle Datenmappings funktionieren. Nach erfolgreicher Validierung schalten sie die Verbindung für den regulären Bestellbetrieb frei.
Technische Dokumentation: Prozess der OCI-Anbindung in bestehende IT-Landschaften
Anwendungsbereiche für Punchout
Punchout optimiert Beschaffungsszenarien in der Industrie und im Großhandel:
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C-Teile-Management: Automatisierung von Bestellungen mit hoher Frequenz zur Senkung der Prozesskosten.
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Produkt-Konfiguratoren: Auswahl komplexer Artikel direkt auf der E-Commerce-Website des Herstellers.
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Echtzeit-Preise: Zugriff auf tagesaktuelle Konditionen ohne manuelles Katalog-Update.
Vorteile der Punchout-Schnittstelle
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Höchste Datenqualität: Der Wegfall manueller Dateneingaben reduziert Tippfehler.
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Prozessgeschwindigkeit: Bestelldaten stehen dem ERP-System ohne Verzögerung zur Verfügung.
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Compliance: Interne Genehmigungsworkflows und Budgetgrenzen bleiben gewahrt.
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Wartungsfreiheit: Lieferanten pflegen Produktdaten zentral im Onlineshop. Eine SaaS-Lösung macht individuelle IT-Projekte überflüssig.
Lösungen für die Punchout-Integration
Primus Punchout
Diese SaaS-Lösung generiert Punchout-Schnittstellen in unter 1 Minute. Die vollständige Integration neuer Kunden und der Live-Gang erfolgen innerhalb von 24 Stunden. Die Technologie unterstützt OCI und cXML nativ.
Primus Katalog
Das Tool automatisiert die Erstellung statischer Kataloge (BMEcat) als Basis für hybride Beschaffungsszenarien.
Primus Exclusion
Diese Technologie ermöglicht eine cloudbasierte Sortimentsfilterung. Sie steuert die Sichtbarkeit von Artikeln im Onlineshop individuell für verschiedene Käufer.
PunchOut live erleben! Technische Bereitstellung in Sekunden
In einer persönlichen Demo zeigen wir Ihnen konkrete Anwendungsfälle. Wir beraten Sie zu Integration, Prozessen und Best Practices.
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Zusammenfassung: Punchout in der Beschaffung
Punchout-Verfahren optimieren die Katalogbeschaffung durch automatisierte Prozesse. Die Verbindung zwischen Einkaufssystem und Onlineshop sichert die Datenqualität. Eine moderne SaaS-Lösung minimiert den technischen Aufwand für Lieferanten und Käufer.


